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    Endlich Kroatien! – Tag 5/6

    Am Dienstag werden wir etwas später geweckt im Industriegebiet von Graz. Das Wetter ist komplett umgeschwenkt, es regnet heute wie aus Kübeln. Aber das ist keine Überraschung für uns, der Wetterbericht hatte es vorausgesagt. Ebenso hatte er aber auch prophezeit, dass das Wetter weiter südlich in Kroatien schön wird. Also flugs das Womo gestartet und los geht es.

    Wir beschließen, auf die Tagesmaut für österreichische Autobahnen zu verzichten und die rund 50 Kilometer bis zur slowenischen Grenze auf Landstraßen zu fahren. Diese entpuppen sich als gut ausgebaut und mit wenig Verkehr, und wir kommen gut voran.

    Der Regen entwickelt sich zu regelrechten Sturzbächen, und mit dem Scheibenwischer auf voller Geschwindigkeit passieren wir die Grenze zwischen Österreich und Slowenien. Wir fahren nur rund weitere 50 Kilometer durch dieses Land, bevor wir die nächste Landesgrenze unserer Reise überschreiten, nämlich die von Slowenien nach Kroatien. Endlich Kroatien!

    Wir waren noch nie hier, und pünktlich zum Grenzübertritt bessert sich das Wetter deutlich. Der Regen hört auf, es hat an die 25 Grad. Wir wussten schon, warum wir hier her wollten!

    Auch in Kroatien erleben wir gut ausgebaute Autobahnen, und so fahren wir bald an Zagreb vorbei weiter auf der A1 in Richtung Süden. Wir durchfahren ein hügeliges Land mit endlosen, dichten Wäldern und wenig Ortschaften. Laut Wiki gibt es hier noch an die 1000 Braunbären und unzählige Wölfe, und wenn wir diese Wälder so betrachten, glauben wir das sofort.

    Wir verlassen nach einer Weile die Autobahn und fahren auf der relativ schmalen und kurvenreichen Landstraße D42 (!) durch das Land. Zahlreiche Dörfer ziehen sich links und rechts an der Straße entlang. Irgendwann erreichen wir dann unser Ziel, den Campingplatz Primavera Plitvice (44°58’35.2″N 15°29’48.2″E) im Dorf Saborsko.

    Dies ist ein ganz neuer Platz, erst seit zwei Jahren in Betrieb, mit einem sympathischen Betreiber. Unsere Frage, ob es hier in den Wäldern Bären gibt, amüsiert ihn. Also keine Gefahr für die Radtour, die wir für den nächsten Tag geplant haben. Den Rest des Nachmittags machen wir Siesta und laden nebenbei noch schnell die Akkus unserer Räder auf.

    Die Nacht verläuft sehr ruhig, aber es ist am Morgen schon recht frisch, so um die 12 Grad. Es wird heute auch nicht mehr als 19 Grad werden, was auch an der Meereshöhe von 700m hier liegt. Aber die Sonne scheint kräftig vom Himmel.

    Nun also los zu unserer Radtour. Wir schwingen uns auf die E-Bikes und haben eine Tour über die D42 zu einem ca. 15 Kilometer entfernten Aussichtspunkt geplant, von dem man einen schönen Blick auf die Wasserfälle im Nationalpark Plitvice hat. Eine kleine Einstimmung auf morgen, denn dann wollen wir den halben Tag im Nationalpark verbringen.

    Die Straße steigt kontinuierlich an, und es ist gut, dass wir kleine motorische Helferlein in unseren Fahrrädern verbaut haben. Ohne diese Unterstützung wären wir wahrscheinlich nicht trainiert genug, diese Tour zu bewältigen.

    Nach wenigen Kilometern passieren wir ein Schild, das die Grenze zum Nationalpark markiert. Das kleine Bild auf dem Schild verrät schon ein bisschen, was uns dort erwartet.

    Die Fahrt geht weiter bergauf, wir radeln weiter durch offenes Land und durch Abschnitte mit dichtem Wald (aber ohne Bären, jedenfalls keine sichtbaren!). Irgendwann haben wir die Kuppe der Straße erreicht und es geht bergab. Rund 10 Kilometer Talfahrt liegen vor uns, und wir sorgen uns etwas um die Akkus wegen der anstehenden Bergauffahrt auf dem Rückweg. Von der Landschaft links und rechts fangen wir ein paar Eindrücke ein.

    Die 15 Kilometer auf unseren E-Bikes bringen wir schnell hinter uns. Am Ziel schließen wir die Räder an und gehen das letzte Stück zu Fuß zum Aussichtspunkt auf den großen Wasserfall (44°54’09.3″N 15°36’30.4″E). Von hier haben wir einen sehr schönen Blick in den Nationalpark hinein und wir schießen ein paar Fotos.

    Der Ausblick auf den Nationalpark gefällt uns sehr gut, und so freuen wir uns auf den morgigen Tag.

    Die Rückfahrt ist dann doch etwas anstrengender als die Hinfahrt, denn es geht doch ziemlich steil bergauf. Auf die Akkus unserer Rede ist aber Verlass, und so haben wir immer noch einiges an Reserveleistung im „Tank“, als wir unser Quartier auf dem Campingplatz Primavera erreichen. Ein Screenshot unserer Tour, die wir mit komoot aufgezeichnet haben, sieht dann doch beeindruckend aus.

    Leider gibt es in der Umgebung des Platzes weit und breit kein Restaurant, sodass wir uns schnell noch was Leckeres zu essen kochen, bevor wir dann einen ruhigen Nachmittag und Abend genießen. Natürlich nicht ohne die Akkus wieder vollzuladen.

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