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    Gola Gorrupu – Tag 8

    Ein entlegener Parkplatz

    Von der Kantine in Siniscola fahren wir in Richtung des Landesinneren. Unser Ziel ist ein abgelegener Parkplatz in den Bergen. Von dort aus wollen wir am nächsten Tag zur Gola Gorrupu wandern, eine der tiefsten Schluchten in Europa.

    Der Weg zum Parkplatz führt über eine langgestreckte Straße, die sich durch ein Tal mit vielen Weinreben und Olivenbäumen zieht, ab und zu unterbrochen von Weingütern und Bauernhöfen. Zum Ende hin wird die Straße immer schmaler. Es kommen uns andere, auch größere Fahrzeuge entgegen, die jetzt am Nachmittag den Parkplatz verlassen. Wir müssen ganz schön am Lenkrad kurbeln, um aneinander vorbei zu passen. Unser Ziel (40°13’28.5″N 9°30’58.1″E) erweist sich dann aber als ein sehr geräumiger Parkplatz. Hier gibt es sogar eine kleine Bar. Es war ein langer Tag, und wir genehmigen uns ein Bier!

    Wanderung zur Gola Gorropu

    Nach einer ruhigen Nacht brechen wir zu unserer Wanderung auf. Der Weg wird uns den Fluss Riu Flumineddu entlang führen, stetig leicht bergauf über gut 6 Kilometer bis zum Eingang der Schlucht, die heute unser Ziel ist. Natürlich wieder geplant und aufgezeichnet mit komoot!

    Vom Parkplatz, der jetzt am Morgen noch verhältnismäßig leer ist, laufen wir zunächst über die Brücke über den Riu Flumineddu.

    Bald endet die befahrbare Straße, und wir gehen einen Wanderweg entlang, mal bergauf, dann leicht bergab, immer in der Nähe des Flusses und der Quelle entgegen. Insgesamt steigen wir aber deutlich auf.

    Kurz nach dem Beginn des Weges kommen wir an einer kleinen Station vorbei, wo wir gebeten werden, einen Fragebogen mit statistischen Angaben zu Alter, Bildungsgrad, Wanderziel usw. auszufüllen. Man nimmt es hier sehr genau! Gleich darauf geht es weiter, und wir entdecken eine sehr entspannte Eidechse am Wegesrand, die sich von uns überhaupt nicht stören lässt.

    Langsam wird die Landschaft felsiger, und die Schlucht kommt in Sichtweite.

    Die Schlucht Gola Gorrupu

    Am Ende des 6,5km langen Weges steigen wir dann sehr steil in die Schlucht hinab. Unten treffen wir auf große Mengen von Wanderern, die auch über andere Wege hierher gekommen sind. Die senkrechten Felswände der Schlucht erheben sich weit über uns, ein Anblick, den man leider nicht so imposant im Foto festhalten kann, wie er sich vor Ort bietet.

    Der Weg würde jetzt weiterführen durch die Schlucht hindurch, wobei man über die vielen großen und kleinen Felsbrocken klettern muss. Die meisten unserer Mitwanderer gehen diesen Weg. Sie sind in organisierten Touren unterwegs, sodass sie am Ende des Weges von Jeeps zum Ausgangspunkt gefahren werden. Wir hingegen beschließen, hier am Eingang der Schlucht zu bleiben und später den Rückweg zu unserem Womo anzutreten.

    Wir entdecken einen kleinen Tümpel mit kristallklarem Wasser und legen an seinem Ufer eine wohlverdiente Rast ein. Der Boden ist hart und steinig, aber wir finden es sehr gemütlich!

    Nach einem leckeren Imbiss mit Apfelschnittchen und Wasser, was beides an der frischen Bergluft hervorragend schmeckt, wird es irgendwann Zeit für den Rückweg, der zunächst mit einem steilen Aufstieg zurück auf den Wanderweg beginnt.

    Auf dem Rückweg kommen uns immer noch Wanderer entgegen. Sie müssen sich ganz schön sputen, denn es ist schon Nachmittag, und die Sonne geht im Oktober auch in Sardinien relativ früh unter.

    Zurück am Parkplatz genießen wir beide ein Eis am Stiel aus dem kleinen Kiosk dort, und nach der Anstrengung schmeckt es wunderbar!

    Ein Tal voller Weinreben

    Es wird langsam Zeit, den Parkplatz wieder zu verlassen, und wir treten die Rückfahrt durch die enge Straße an. Zum Glück kommen uns diesmal keine größeren Fahrzeuge entgegen. Wir nutzen den entspannten Trip, um ab und zu anzuhalten und Fotos der vielen, weiten Felder mit Weinreben zu schießen. Sie erstrecken sich links und rechts der Straße im Tal mit den Bergen im Hintergrund und sind teilweise mit Olivenbäumen durchsetzt. Ein wunderschöner Anblick!

    Die Fahrt geht zügig zu unserem nächsten Haltepunkt in einer Stadt im Gebirge.

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