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    Ein Dorf in der Normandie: Tag 21

    Von der Bretagne zur Normandie

    So langsam ist es an der Zeit, an die Rückfahrt nach Berlin zu denken, und so beschließen wir, noch einen Tag in der Normandie zu verbringen, nicht weit entfernt von Étretat, wo unser Urlaub in Frankreich begann.

    Für die Fahrt dorthin wählen wir die schnellste Strecke über die Autobahn, und die führt uns wieder über die eindrucksvolle Pont de Normandie, die wir bereits auf dem Hinweg passiert hatten. Natürlich müssen wir noch Brückenzoll zum Passieren dieses Bauwerks entrichten.

    Als besonderes Ereignis erreichen wir heute einen speziellen Kilometerstand. Bei relativ langsamer Fahrt gelingt uns auch ein Foto davon.

    Écretteville-lès-Baons

    Unser Ziel heute am 15. Juli ist das Dorf Écretteville-lès-Baons, ca. 420 Kilometer entfernt von Quiberon gelegen im Binnenland der Normandie, ca. 30 Minuten südlich von Étretat.

    Das Dorf hat 370 Einwohner, liegt inmitten von goldgelben Feldern und hat einen kleinen städtischen Womo-Stellplatz für 4 Fahrzeuge einschließlich Sanitäranlagen und Ver- und Entsorgung (47°29’31.6″N 3°08’14.5″W). Das Ganze auch noch kostenlos! In der Nähe gibt es ein Tiergehege mit vier Gänsen und drei Schafen. Idylle pur!

    Écretteville-lès-Baons ist seit 13 Jahren auch bekannt für ein Musikfestival, das jedes Jahr im Sommer über 1500 Menschen anlockt und ganz in der Nähe des Parkplatzes stattfindet.

    Wir haben einen halben Tag Zeit und erkunden das Dorf auf einem Rundweg von ein paar Kilometern Länge. Beeindruckend ist die große Kirche, die eher wie eine Stadtkirche als eine Dorfkirche wirkt.

    Wir laufen aus dem Dorf hinaus über einen Feldweg. Die Bäume hier zeigen die vorherrschende Windrichtung an.

    Der Weg führt vorbei an Feldern mit Faserlein. Die Normandie ist das Hauptanbaugebiet von Faserlein in Europa. Aus den Samenkapseln gewinnt man Leinsamen oder Leinöl, und die Stängel enthalten Leinfasern, die für Textilien (Leinen), aber auch in der Industrie zahlreich verwendet werden. Nach dem Mähen bleiben die Pflanzen noch eine Weile auf dem Acker liegen, damit sich die Fasern besser aus dem Stängel herauslösen.

    Nach einer Weile kommen wir an der alten Burg Manoir du Catel vorbei. Dieses 1000 Jahre Gebäude ist in Privatbesitz und der Besitzer hat für die Art der Restaurierung einige Preise gewonnen. Wir besichtigen es heute nur von außen.

    Auf dem Rückweg zum Parkplatz passieren wir noch einen halb zugewachsenen Teich, an dem es heftig quakt.

    Wir verbringen die die Nacht in Écretteville-lès-Baons. Morgen früh geht es auf die Autobahn Richtung Deutschland.

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