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    Die Anreise – Tag 1/2

    Endlich Urlaub!

    Sommerzeit – Urlaubszeit! Das Thermometer zeigt Ende Juni 2026 in Berlin fast 40 Grad, und es soll noch heißer werden. An vielen Orten in Europa sieht es ähnlich aus. Für unsere Womo-Sommertour in diesem Jahr kommen damit viele Ziele nicht in Frage.

    Schon längere Zeit haben wir mit dem Gedanken gespielt, mal wieder nach Frankreich zu fahren, speziell in die Normandie und Bretagne. Annette hat schöne Erinnerungen daran aus ihrer Jugend, und Michael kennt diese Ecke noch überhaupt nicht. Der Blick in die Wetter-App zeigt deutlich niedrigere Temperaturen als im Rest Europas, mit einem Ausblick von Werten um die 25 Grad. Die kühlende Wirkung des nahen Atlantik sei gepriesen!

    Die erste Etappe

    Also los, es ist beschlossen. Die üblichen Vorbereitungen werden getroffen, natürlich wieder auf den letzten Drücker. Schnell noch eine frische Gasflasche besorgt, und los geht’s auf die Autobahn Richtung Westen. Heute ist der 25. Juni 2026, und es ist so heiß, dass man fast denken könnte, die Autobahn könnte schmelzen, aber das tut sie natürlich nicht.

    Zur Übernachtung haben wir uns den städtischen Womo-Stellplatz in Düren ausgesucht. Das liegt zwischen Köln und Aachen, rund 600 Kilometer von Berlin entfernt auf dem Weg in Frankreichs Norden. Wir finden einen sauberen Platz vor für ca. 16 Wohnmobile, und es kostet nur 10 Euro pro Nacht plus Strom. Da wir sehr zeitig losgefahren sind, vermeiden wir auch den nachmittäglichen Berufsverkehr im Ruhrgebiet und kommen relativ entspannt in Düren an.

    Es ist immer noch brütend heiß, fast 40 Grad, aber in der Nähe gibt es das städtische Kino, das mit klimatisierten Kinosälen und einer guten Filmauswahl lockt. Wir lassen uns verführen und verbringen den Abend mit Steven Spielbergs neuem Film „Disclosure Day“ bei angenehmen Temperaturen und in bequemen Sitzen.

    Auf nach Frankreich!

    Nach einer durchschwitzten Nacht sind es am folgenden Tag noch einmal knapp 600 Kilometer bis zu unserem Ziel an der Küste der Normandie. Unser Weg führt über angenehm fahrbare Straßen an Aachen vorbei, durch Belgien und schließlich nach Frankreich. Der Verkehr hält sich in Grenzen, da die Autobahn nur selten an größeren Städten vorbeiführt.

    Irgendwann passieren wir ein Schild mit der Aufschrift „Région Normandie“. Eine leicht hügelige Landschaft erstreckt sich weit und breit entlang der Autobahn mit nur wenigen Anzeichen menschlicher Siedlungen. Die Farbpalette wird dominiert vom Blau des Himmels und dem Ockergelb der Getreidefelder, von denen viele bereits abgeerntet sind. Dazwischen grüne Flecken mit Bäumen und Büschen oder Maisfeldern. Insgesamt ein Landschaftsbild, das uns gut gefällt.

    Wir verlassen die Autobahn und erreichen am Nachmittag nach 25 Kilometer Fahrt über die Landstraße schließlich unser Ziel, den Womo-Stellplatz im Städtchen Étretat an der Kanalküste der Normandie.

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