Überblick
Cagliari (gesprochen Kaljari mit Betonung auf „Kal“) ist die größte Stadt Sardiniens und auch die Hauptstadt der Insel. Mit rund 150.000 Einwohnern wohnt jeder zehnte Sarde in der Hauptstadt.
Die Stadt liegt an einer Bucht fast ganz im Süden Sardiniens. Die Altstadt thront auf einem Hügel, von dem aus die Bucht und der gesamte Golf von Cagliari überblickt werden kann. Am Rande der Hauptstadt erstreckt sich eine Lagunen- und Salinenlandschaft, wie wir sie bereits kennengelernt haben und wie sie hier im Süden weit verbreitet ist. Vor den Strandseen wiederum verläuft ein kilometerlanger, feinsandiger Strand.
Stellplatz
Nicht weit vom Stadtzentrum entfernt liegt ein Womo-Stellplatz, der Cagliari Camper Park (39°12’36.6″N 9°07’39.9″E). Im Prinzip ist es ein großer Parkplatz für ca. 50 Wohnmobile, aber es gibt Toiletten und Ver- und Entsorgung. Wir werden zwei Nächte hier verbringen.
Altstadt
Nach einer kurzen Ruhepause machen wir uns auf den Weg, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Unser Ziel ist die Bastione di Saint Remy als Eingang zur höher gelegenen Altstadt. Entsprechend laufen wir vom Stellplatz aus erst einmal eine Weile bergab, bis wir an einem großen Kreisverkehr vor der Bastion stehen.

Wir laufen die Stufen hinauf zur Altstadt und haben einen Blick über den Kreisverkehr am Fuß der Bastione di Saint Remy.

Oben angekommen, blicken wir durch den Torbogen zurück auf die Stadt.

Hier oben erstreckt sich ein großer, freier Platz, von dem man eine gute Aussicht in alle Richtungen hat.




Wer möchte, kann auch einen Aufzug vom unteren Straßenniveau hier herauf benutzen. Praktisch zum Beispiel für Eltern mit Kinderwagen.

Von hier aus wollen wir die Altstadt erkunden. Viele Gebäude sind in einem guten, modernisierten Zustand, aber es gibt auch ein paar Häuser, die noch Renovierungsarbeiten benötigen.


Auch die Wäsche vor den Fenstern darf in Italien nicht fehlen.

Ganz oben auf dem Hügel der Altstadt liegt die Kathedrale von Cagliari, die wir uns von innen ansehen. Die Kirche gefällt uns mit ihrer Ausstrahlung sehr gut.



Vor der Kathedrale steigen wir ein paar Stufen hinab zu einem Platz und entdecken etwas versteckt eine Eisdiele. Wir kaufen uns ein Eis, das wir auf einer nahen Bank genießen, umrahmt von verwöhnten Tauben, die sich sofort nähern.

Von hier haben wir einen Blick auf die über uns liegende Kathedrale, und auch die kleine Eisdiele passt noch aufs Bild.

Eine weitere Attraktion in Cagliaris Altstadt ist der sogenannte Elefantenturm, ein Stadttor, das mit einem kleinen, steinernen Elefanten verziert ist.


Wir verlassen nun die Altstadt und gehen wieder hinunter in die neueren Stadtviertel. Von außen haben wir noch einen Blick auf die erhöhte Altstadt.


Hier unten gibt es auch eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften und Restaurants. Viele Menschen sind unterwegs, bevölkern die Straße und verbringen Zeit in den Gaststätten.


Strandpromenade und Hafen
Von der Stadt laufen wir Richtung Meer zur Strandpromenade und zum Hafen. Heute am Sonntag tummeln sich auch hier viele Menschen.




Aktuell findet an der Strandpromenade eine Ausstellung des japanischen Künstlers Kan Yasuda mit einigen Skulpturen statt.

Salinen
Für den zweiten Tag in Sardiniens Hauptstadt haben wir eine Fahrradtour geplant.

Vom Parkplatz aus fahren wir zunächst durch den Stadtverkehr. Wir bemerken die vielen Radwege, die hier getrennt vom Straßenverkehr verlaufen und ein gutes Vorankommen mit dem Fahrrad ermöglichen. Unser Ziel sind die Salinen und Lagunen östlich der Stadt. Wir hoffen, dort in schöner Natur ein paar Fotos von Wasservögeln schießen zu können.


So richtig naturnah ist die Umgebung hier leider nicht. Kleine Industriebetriebe zwischen Brachflächen gibt es hier, auch ein Klärwerk wurde hier gebaut. Aber die Wasserflächen entschädigen für die nicht ansprechende Umgebung, und uns gelingen noch ein paar Fotos von Flamingos, die im flachen Wasser der Lagune nach Essbarem suchen, leider meist mit dem Kopf unter Wasser.



Strand
Von den Lagunen ist es nur ein kurzer Weg bis zum Strand. Heute weht ein heftiger Wind vom Meer her, und es sind gute Bedingungen für Kite-Surfer. Viele Sportler sausen auf ihren Brettern vorbei, gezogen von Drachen, die sich im Wind blähen.


Passend zum starken Wind gibt es heute sehr hohe Wellen, die für die Verhältnisse im Mittelmeer wirklich erstaunlich stark sind.

Es wird langsam Mittagszeit, und wir finden eine nette Bar direkt am Strand. Hier gibt es ein leckeres Gericht mit frittierten Garnelen und Mini-Tintenfischen, das uns sehr gut schmeckt.

Die beiden Tage Großstadtluft waren interessant, und wir haben viel Interessantes gesehen. Aber am nächsten Morgen ist es wieder Zeit weiterzuziehen.