Der Fluss Tirso
Wir fahren heute nach Fordongianus. Hier gibt es Thermalquellen am Fluss Tirso, in denen man gut baden kann.
Die Anfahrt gestaltet sich allerdings etwas schwierig. Das Womo-Navi schickt uns mitten durch das Dorf, und es wird an einer Stelle ganz schön eng. Mit nur zehn Zentimeter Luft links und rechts zwängen wir uns zwischen den parkenden Autos hindurch. Nur um dann festzustellen, dass die letzten 500 Meter der Straße wegen einer Baustelle gesperrt sind! Also wieder zurück, und nach zwei weiteren Anläufen haben wir es dann geschafft und den Parkplatz direkt am Ufer des Tirso erreicht (39°59’50.3″N 8°48’37.4″E). Wir mussten dafür zunächst unter der Tirso-Brücke hindurch fahren, das war der Trick!

Der Fluss führt erstaunlich viel Wasser, wie wir finden.

Es gibt hier auch eine Hochwassermarke, die auf noch höhere Wasserstände und sogar Überschwemmungen hindeutet.

Endlich baden!
Am Tirso gibt es eine heiße Quelle, eine Thermalquelle. Heißes Wasser strömt an zwei Stellen aus dicken Rohren in den Fluss. Das Wasser ist so heiß, dass es dampft. Wir schätzen die Temperatur auf vielleicht 50 Grad!

Am Einlauf des Thermalwassers wurden mit losen Steinen kleine Badebuchten gebaut, in denen sich das heiße Wasser mit dem kalten Wasser des Tirso vermischt. Mehrere dieser Buchten sich abgegrenzt, und je weiter man sich vom Wassereinlauf entfernt, umso weniger heiß wird das Wasser. So kann jeder die Temperatur finden, die er oder sie als angenehm empfindet.
Also Badesachen angezogen und los geht’s!



Römische Therme
Direkt neben der Badestelle befinden sich die Ruinen einer antiken römischen Terme, einer Badeanstalt. Dieses Exemplar hier ist gut erhalten, und man sieht sehr schön die Reste des Badehauses und eines Wasserbeckens.

Vor dem Zaun der abgegrenzten Ausgrabungen entdecken wir zwei genauerte Becken, die ebenfalls mit heißem Wasser gefüllt sind. Hier ist das Wasser sogar noch heißer, denn an dieser Stelle beginnen die Rohrleitungen, die das Thermalwassers zur Badestelle im Fluss leiten.


Klar, dass die Römer ihre Badeanstalt an genau dieser Stelle gebaut haben. Einen Fuß hineinzuhalten ist unmöglich vor Hitze!
Bis genauem Hinsehen erkennt man auch den Grund für diese Wärme. An mehreren Stellen blubbert kochendes Wasser aus dem Boden in die gemauerten Becken herauf.

Auch die schönste Badezeit ist irgendwann vorüber, und so machen wir uns wieder auf den Weg. Übernachten wollen wir hier nicht, dafür fahren wir Richtung westliche Küste.