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    Mehr Meer sehen – Tag 14

    Der Wetterbericht prognostiziert in den nächsten Tagen durchwachsenes Wetter im kroatischen Hinterland, und außerdem soll es hier kälter werden. Wir entschließen uns daher, noch etwas weiter Richtung Süden zu fahren, bis in die Gegend von Split, und dabei noch mehr Meer zu sehen.

    Da es nur rund 100 Kilometer zu fahren sind, wollen wir heute die Autobahn vermeiden und lieber kleinere Straßen nehmen und über die Dörfer fahren, um einen besseren Eindruck vom Land zu bekommen.

    Die Straßen entpuppen sich als gut ausgebaut. Es geht durch lang gezogene Dörfer, wo die Häuser links und rechts der Straße stehen und sich oft über ein paar Kilometer hinziehen. Seitenstraßen gibt es so gut wie gar nicht. Die Bewohner an den beiden Enden des Dorfes sind schon ein bisschen unterwegs, wenn sie sich Guten Tag sagen wollen.

    Das Land wirkt ansonsten sehr ursprünglich. Wir sehen wenig landwirtschaftlich genutzte Fläche, abgesehen von ein paar Hausgärten in den Dörfern. Die Landschaft wird bestimmt von Wäldern und Ansammlungen von Büschen, die nicht bewirtschaftet aussehen. Trotzdem gibt es immer Verkaufsstände mit Honig, Öl und Wein, das die Menschen hier in kleinem Umfang verkaufen. Wir fragen uns, wovon die Leute hier leben, vielleicht in den Städtchen, die wir ab und zu durchqueren und in denen es wahrscheinlich mehr Arbeit gibt.

    Die Fahrt geht gut voran, und irgendwann eröffnet sich uns der Blick hinunter auf das Meer. Unter uns liegen viele Buchten in tiefem Blau, weiter draußen die vorgelagerten Inseln der kroatischen Adriaküste. Wir finden eine Haltebucht an der Straße und stoppen für ein paar Fotos.

    Auf der Leitplanke entdecken wir eine kleine Gottesanbeterin. Die sitzt dort, wartet auf Futter und lässt sich von unseren Versuchen, sie zu fotografieren überhaupt nicht beeindrucken. Man könnte meinen, dass sie sich dabei amüsiert, denn die Nahaufnahme gestaltet sich als etwas anspruchsvoll.

    Weiter geht die Fahrt. Wir haben uns für die nächsten Tage einen Campingplatz auf einer Insel ausgesucht, sodass wir auf einer Brücke einen kleinen Meeresarm überqueren müssen. Der Platz heißt Camping Rožac (43°30’18.3″N 16°15’29.6″E) und liegt auf der Insel Čiovo, in der Nähe der Stadt Trogir und ca. 20 Kilometer von Split entfernt.

    Der Campingplatz gefällt uns sofort. Er liegt auf einer kleinen Halbinsel, ist von drei Seiten vom Meer umgeben, hat einen Strand, mit Restaurants, Supermarkt, Bäcker gleich nebenan, ebenso eine Bushaltestelle direkt vor der Tür und ein Wassertaxi nach Trogir. Wir bekommen einen Stellplatz unter Bäumen in der Mitte auf einem kleinen Hügel mit Blick auf die Bucht. Waschräume und Duschen sind zahlreich vorhanden und sauber. Der Platz liegt in der Einflugschneise des Flughafens Split, sodass ab und zu mal ein Flugzeug drüber fliegt, aber das stört nicht sehr.

    Nach der langen Zeit im Auto gehen wir abends etwas essen und drehen dabei noch eine kleine Runde in der Umgebung.

    Die Sonne geht langsam unter und zaubert eindrucksvolle Farbenspiele an den Himmel, und langsam wird es dunkel. Wir genießen den schönen Abend draußen, die Luft ist mild, es ist einfach schön hier zu sein.

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